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MekoTalk – die Podcastreihe

Folge 0 mit Lili Ewert: Medienkompetenz ist was Kollektives

„Wenn wir mal mit etwas mit Medien anfangen, ist der Hype eigentlich schon vorbei!“, meinte letztens ein guter Freund von mir. So ganz unrecht hat er nicht, also kommt jetzt zum Blog auch noch ein Podcast dazu.

Jetzt auch noch ein Podcast? Himmel, warum? Ist ja nicht so, dass ich nicht schon genug Arbeit habe. Trotzdem ist das Podcasten wieder eine weitere Form mein Wissen aufzubereiten, erfordert einen weiteren Schritt der Medienkompetenz und gehört für mich zum Weg „die eigene Stimme zu finden“. Was der MekoTalk soll, habe ich in der allerersten Folge 0 erzählt, hört es euch gerne an.

Diese erste Folge ist eine Art Ausprobierfolge. Ich stelle mich euch vor und versuche das weite Feld der Medienkompetenz zu ergründen. Hier fallen auch viele Begriffe, die selbst MedienpädagogInnen oftmals durcheinanderwerfen. Darum hier nochmal kurz zusammengefasst, worüber wir reden:

Medienkompetenz ist kurz gesagt die Fähigkeit, mit Medien umzugehen, das heißt, sie analysieren, sie nutzen und verstehen zu können. Sie gilt heute als Kernkompetenz, wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Die „Urdefinition“ dazu kommt von Dieter Baake aus den 1970ern. Aktuell beschäftigt sich die Kultusministerkonferenz mit den Definitionen und hat Handlungsbereiche für Schulen (S.15) herausgearbeitet. Wissenspunkt am Rande: International wird von der Medienkompetenz als „Media Literacy“ gesprochen, kurz: MIL.

Medienpädagogik ist im Grunde ein Sammelbegriff für alle pädagogischen Fragestellungen im Bezug auf Medien in allen Bereichen des Lebens. Sie beinhaltet auch die Mediendidaktik (die konkrete Vermittlung von Medienkompetenz), Medienforschung(z.B. wie das Mediensystem funktioniert und welche Auswirkungen es hat), Mediensozialisation (wie wir mit Medien aufwachsen und leben), Medienkunde (wie Medien funktionieren ) und Medienerziehung (wie wir mit Medien umgehen können). Die Medienpädagogik analysiert also die Medienwelt und setzt sie in Beziehung zum Menschen. Sie stellt Handlungshinweise für Pädagog!nnen bereit und vermittelt auch konkret Medienkompetenz. Darüber, was genau die Medienpädagogik ist, sind hier sich nicht alle einig, wer selbst ein paar Definitionen lesen will, bitteschön, gern gescheh’n: Wikipedia, Medienkompass, Uni Magdeburg, Dieter Spanhel, Markus Peschel, Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

Medienbildung: Ich dachte immer, Medienbildung sei der Oberbegriff zu dem Ganzen hier. In meinen Augen betreiben wir in der Medienpädagogik und Medienkompetenzvermittlung nichts anderes als Medienbildung. Aber auch hier gibt’s eine große akademische Uneinigkeit: Manche sehen die Medienbildung wie ich als Oberbegriff, andere sehen in ihr Teilaspekte der Medienpädagogik, andere wiederum setzen sie gleich mit der Medienpädagogik, andere mit Medienkompetenz, wieder andere sehen in ihr Bildung in einer mediatisierten Welt.

Ich weiß wieder, warum ich starre Definitionen nicht leiden kann :D. Einigen wir uns also darauf, dass wir uns im „irgendwas mit Medien“-Bildungsbereich befinden? Dass wir „Medien lehren“? Naja. Einig sind sich immerhin alle, dass der Umgang, Zugang und das Wissen über Medien essenziell ist und ich habe noch enorm viel Gesprächsstoff mit vielen weiteren Menschen.

Es wird nämlich nicht so bleiben, dass ich, wie in dieser Folge 0, alleine rede – nur mit mir und euch. Der MekoTalk ist ein Talkformat, worin ich mich mit den verschiedensten Menschen aus der Praxis über mediale Themen und Medienkompetenz austauschen werde. Das Thema ist viel zu groß und zu divers, um über alles Bescheid zu wissen – und schließlich will ich auch selbst was lernen. Also rede ich mit Menschen in meinem Bekanntenkreis (meistens der erste Schritt bei Journalisten) und mit der Zeit auch mit Menschen, an die ich vielleicht bisher noch nicht gedacht habe. Habt ihr Ideen, Anmerkungen, Wünsche? Schreibt mir einfach. Ansonsten viel Spaß mit dem MekoTalk.

Übrigens: Wie auch ihr einen eigenen Podcast starten könnt, was das genau ist und woher der Hype kommt, habe ich in der 2. Folge mit „Audio-Expertin“ Paula Georgi besprochen.

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